Alles hat seine Zeit

Aktualisiert: Apr 8

Auch nach der Geburt. Manche Hebammen legen der Mutter ihr Baby nach der Geburt nicht auf den Bauch, auf die Brust, in die Arme.



Sie leiten das Baby ggf auf den Boden (wenn frau ihr Baby nicht in ihre eigenen Hände rutschen lässt) und geben den Frauen die Gelegenheit, ihr Baby erstmal ganz zu sehen, es in ihrem Tempo zu berühren, zu erkunden - und vor allem anzukommen, zu vergegenwärtigen, dass die Geburt geschafft ist. Um dann ihr Baby aufzunehmen, wenn sie so weit sind.

Das dauert meist ein paar Minuten. Manchmal nehmen Frauen ihr Baby auch gleich sofort in den Arm und lassen es für Stunden nicht mehr los. Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch, solange es dem Tempo der Mutter entspricht.

Es ist eine gut gemeinte Geste, Mutter und Kind gleich zusammenzubringen. Nach der sofortigen Trennung, Abnabelung, dem schnellen ersten Bad und Anziehen des letzten Jahrhunderts, ging es ins andere "Extrem".

Das Baby gleich in den Armen oder auf dem Bauch zu haben, heißt oftmals: "Überfall" für beide, keine Zeit, um einmal durchzuschnaufen, weniger Blickkontakt, weniger Blutfluss von der Plazenta zum Baby.

Manche Mütter wissen in der ersten Stunde gar nicht, wie das Gesicht ihres Babys aussieht. Vor allem, wenn auch noch ein Handtuchberg auf dem Kind ist und schnell genäht wird, sodass Mama sich und ihr Kind nicht bewegen kann.

Auch mit dem Anlegen haben es viele eiliger, als Mutter und Kind. Es kann 10 aber auch 100 Minuten dauern, bis ein Baby sich auf den Weg macht, um die Brust zu suchen, bis es soweit ist, stillen zu wollen und zu können.


Tipp:

Alles hat seine Zeit, alles baucht seine Zeit. Nichts forcieren. Nichts ausbremsen. Den Dingen ihren eigenen Lauf lassen. Und rechtzeitig die eigenen Wünsche und Vorstellungen mitteilen und/oder sich alle Optionen offen halten!



Bild: © Marijke Thoen https://www.marijkethoen.be Shared with permission

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